Malia „Ripples“

*Poetisch, gefühlvoll, ergreifend*

Die Grenze zwischen Jazz und Pop ist schon lange brüchig, und wer erfolgreich sein will, spielt raffiniert mit beidem. Malia hat sich mit ihrem Debüt „Yellow Daffodils“ (2003) geschickt als Jazzpop-Chanteuse eingeführt und später immer wieder die populäre Seite stärker betont. Noch ziemlich unbefriedigend mit ihrem Zweitling „Echoes Of Dreams“ (2004), aber mehr als zehn Jahre später veröffentlichte sie gemeinsam mit Boris Blank (Yello) ihr zumindest an Charterfolgen gemessen erfolgreichstes Album „Convergence“.

Jetzt erfolgt eine Rückbesinnung. Mit „Ripples“ bringt Malia die Songs, die sie für das Album „Echoes Of Dreams“ verschenkt hat, in ansprechender, reduzierter Form. Die einfühlsame Begleitung von Jazzpianist Alexandre Saada und einem Streicher-Trio ist für die Songs eine würdig-schlichte Gewandung und bringt Malias Stimme angemessen zur Geltung. Mal romantisch schön („My Love“), mitunter schmerzlich („Mary Mary“) oder auch mal leicht beschwingt („Men In Your Eyes“) – vor allem aber das ganze Album hindurch empfindsam und seelenvoll.

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*(Foto: MPS)*