Autor: Klaus Wenzel

Lily and Madeleine „Fumes“

Netter Folk-Pop ohne allzu viel Tiefgang. Toller Harmoniegesang. Paßt gut zur Tasse Tee an Herbstnachmittagen. Kein „Teenagewasteland“, sondern gepflegte Melancholie mit ein bißchen Eifer, ohne Zorn.

Zoot Woman „Star Climbing“

Endlich Ruhe: „Star Climbing“ ist so aufregend wie ein Spätsommernachmittag auf dem leeren Parkplatz eines Einkaufcenters in der Vorstadt.

Yellow Teeth „Night Birds“

Folk Songs and Hard Working Blues. Americana aus dem Wallis von einem jungen Typen, der aussieht, als habe er den John-Fogerty-Lookalike-Wettbewerb gewonnen. Einfach und gut oder einfach gut. Anhören und ins Träumen kommen.

Fink (UK) „Hard Believer“

Elektronisch aufgepeppter Blues mit schleppendem Gesang. Dancefloor und Triphop-Nachlass treffen auf den unsterblichen Folkblues. Stellenweise beliebig, mitunter reizvoll, aber es fehlen mehr überzeugende Songs.

Eno/Hyde „High Life“

Nervöse Rhythmen treffen auf beinahe endlose Wiederholung von Akkorden und Samples. Dazu verhallter Gesang von Eno, Hyde und einer Background-Sängerin. Nichts für gemütliche Stunden, sondern eher anstrengend. Kein Meisterwerk der beiden.

R.E.M. „Unplugged 1991/2001 – The Complete Sessions“

Spät, aber nicht zu spät erscheinen zwei legendäre (Semi-) Akustik-Konzerte von R.E.M., darunter Titel, die MTV ursprünglich aus der Übertragung herausgeschnitten hatte. Gut gelaunt, inspiriert und jenseits allen Superstar-Gehabes musiziert die Vorzeige-Band des Alternative Rock.

Hazmat Modine „Live“

Hazmat Modine sind eine zeitgenössische Variante des kulturellen amerikanischen ‚melting pot‘ der verschiedenen Musikstile und bieten ein faszinierendes Gebräu aus Blues, Jazz, Klezmer, Balkanbläsern und Rockmusik.

Eno & Hyde „Someday World“

Eno und Hyde veröffentlichen mit „Someday World“ ein überraschend eingängiges, entspanntes Popalbum mit einem dichten Rhythmusgeflecht – Songs statt Soundlandschaften.

Dirtmusic „Lion City“

Dirtmusic "Lion City"

Zweiter Teil der im malischen Bamako 2012 entstandenen Aufnahmen der zum Duo geschrumpften Band Dirtmusic und afrikanischen Musikern. Gelungene Mixtur aus Rock, Singer-Songwriter-Poesie, Electronica und „Wüstenblues“.