Schlagwort: Singer/Songwriter

Kristoffer and the Harbour Heads „EX/EX“

Schwedischer Mix aus Indie-Pop, Anleihen beim klassischen Rock der Sechziger und frühen Siebziger, vermengt mit elektronischen Helferlein. Charmantas Trio, bei einigen Titeln wie der Single „When you say stay“ durchaus mit ernsthaftem Hintergrund, aber ohne Zeigefinger.

Milow „Modern Heart“

Milow versucht mit seinem fünften Album eine vorsichtige Modernisierung seiner Musik, ohne sich von seinen Markenzeichen – Gesang und aktustische Gitarre – zu verabschieden. Das gelingt ganz gut, weil die prominenten Produzenten ihre angesagten Sounds und Stilmittel unaufdringlich im Hintergrund lassen und Milow so seine bekannten Qualitäten ausspielen kann.

Ashia Bison Rouge „Oder“

Die Liedermacherin mit dem Cello hat ihre Begleitgruppe gegen Loopstation und Effektgeräte ausgetauscht – und ein tolles Album eingespielt.

Jochen Distelmeyer „Songs from the Bottom Vol. 1“

Coveralbum des ehemaligen Blumfeld-Vordenkers. Wirkt, als ob er seine Plattensammlung durchgehört hätte und einige Lieblingssongs für sich und seine Hörer spielen wollte. Teils erstaunlich, wenn aus einem Dancefloor-Titel fast ein Ambient-Song wird; teils verzichtbar.

Swaying Wires „I Left a House Burning“

Klare Jungmädchenstimme trifft auf folkige, bisweilen psychedelische Klänge. Bekannte Mischung, aber gekonnt angerichtet. Macht Appetit auf mehr und vermag bis zum Frühjahr mit wohligen Klängen zu wärmen.

Planeausters „Humboldt Park“

Independent Music aus Ravensburg: Die Herkunft provinziell sein, Musik und Texte sind es nicht. Die Planeausters klingen mal nach der Weite des amerikanischen Westens, mal nach Bob Dylan oder den Waterboys. Sie sind keine billige Kopie, sondern für eine junge Band erstaunlich reif.

Jack Savoretti „Written in Scars“

Klang Savoretti am Anfang seiner Karriere noch ein wenig wie eine Art Quersumme des romantischen Troubadours, so wirken Stimme und Kompositionen nunmehr erwachsener, eigenständiger, erdverbundener.

Jonathan Jeremiah „Oh Desire“

Bisweilen sehr nach den sechziger und frühen Siebzigern klingendes Album, das aber dennoch zu fesseln vermag. Gute Stimme, gute Band, guter Sound, aber nicht jeder Song bleibt im Gedächtnis haften.

Sufjan Stevens „Carrie & Lowell“

Betörend, stellenweise berührend und autobiographisch ist Sufjan Stevens‘ neues Werk. Musikalisch variiert „Carrie & Lowell“ zwischen Folk, Harmoniegesang und Arrangements, die eine Art abgespeckte Variante von Phil Spectors ‚Wall of Sound‘ darstellen sowie Anklängen an Ambient- oder Electro-Sounds.

Martin Stephenson und John Steel, 19. März 2015, Music Star, Norderstedt

Was für ein Abend voller Anekdoten, Erzählungen, launiger Geschichten – und vor allem voller guter Musik! Martin Stephenson und sein Mitstreiter aus alten Tagen, John Steel, zaubern an einem kalten Donnerstagabend im März bereits mit dem ersten Song Rhythmus in…