Autor: TheNoise

Malia „Ripples“

Malia hat die Songs ihres 2004 erschienenen, missglückten Albums „Echoes Of Dreams“ entschlackt. Die einfühlsam-reduzierten Arrangements bringen ihre Stimme nun viel besser zur Geltung – und beides zusammen macht die durchweg getragenen Songs großartig.

Hannes Wader „Macht’s gut“

Einer der großen – und großartigen – deutschen Liedermacher tritt zurück, zumindest von der Bühne. Sein letztes Konzert gibt es auf CD. Er hätte viel mehr als die 17 ausgewählten Stücke spielen können. Aber wer möchte schon einem 75-jährigen einen fünfstündigen Auftritt zumuten?

Jütz „Hin & Über“

Es gibt viele Gruppen, die traditionelles Liedgut bearbeiten. Jütz kommen nicht aus der Volksmusik und haben vielleicht deswegen einen originellen Blick. Das Trio konzentriert sich auf den Klang und ignoriert politische und soziale Konnotationen.

Mathieu Almaric „Barbara“

Mathieu Almarics Film „Barbara“ ist keine der üblichen Lebensgeschichten. Seine Biographie der französischen Sängerin – die erst mit „Göttingen“ und später mit den deutschen Übersetzungen ihrer Chansons auch deutsche Hörer begeisterte – erzählt gleichzeitig eine Geschichte der bis zur Besessenheit reichenden Annäherung an ein Idol. Jeanne Balibar spielt die Doppelrolle als Barbara und als Schauspielerin Brigitte, die in einem biographischen Film die Sängerin spielt, meisterhaft. Und weil Mathieu Almaric, der auch im Film den Regisseur verkörpert, aparte Spiele um Imagination und Wirklichkeit einbaut, ist der Film nicht nur für Verehrer der Chansonsängerin interessant, sondern auch für Cineasten mit einer Neigung zur Poesie.

Ferd „Music Without Borders“

Weltumspannende Ansätze gibt es viele. Doch die Musik einer derart kleinen Region einem so vielfältigen kulturellen Austausch auszusetzen wie Kirsten Bråten Berg, Sigurd Brokke, Gunnar Stubseid und Hallvard T. Bjørgum – das hat so wohl noch niemand gemacht.

Dead Brothers „Angst“

Struwwelpeterschauerliche Mischung Die Lage der Nation ist eine Steilvorlage für die Dead Brothers. Obwohl die Statistiker in vielen Bereichen einen Aufwärtstrend feststellen und die Müllhalden ungebrochen wohlfahrtsstaatsmäßig anwachsen, ist Angst das bestimmende Lebensgefühl weiter Kreise. Das ist nicht nur ein…

Ted Gioia „Jazz hören – Jazz verstehen“

Jazz, nicht nur zeitgenössischer, gibt immer wieder Rätsel auf. Ted Gioia möchte mit seinem Buch den Neulingen unter den Jazz-Hörern eine Einstiegshilfe bieten. Sein Rezept ist simpel und lautet hören, hören hören, und Gefühle sind wichtiger als jede intellektuelle Analyse – ohne die es dann leider doch nicht geht, wenn man etwas tiefer in die Materie einsteigt. Indem er jedoch zu jeder Epoche auch Meisterwerke seziert und Hörempfehlungen abgibt, ist sein Buch auch für Fortgeschrittene Hörer interessant.

Toto Bono Lokua „Bondeko“

Von ruhig bis lebhaft – mit einem eigenen Klang und drei tollen Stimmen Musik braucht keine Worte, finden der Kameruner Jazzer Richard Bona, der kongolesische Singer/Songwriter Lokua Kanza und der französische Komponist und Multiinstrumentalist Gerald Toto mit Wurzeln in den…

Schönholzer & Rüdisüli „Sozialplan“

Markus Schönholzer würde auch einen guten Kabarettisten abgeben. Dass er in der Zeit der Comedy einen schweren Stand hätte, muss ihm keine Sorge machen. Denn er macht auch vorzüglich verschmitzte Musik und hat dafür mit dem Akkordeonisten Robi Rüdisüli den richtigen Partner gefunden.

Erika Stucky „Papito“

Eine neue Grenzüberschreitung der Schweizer Jazzmusikerin mit dem untrüglichen Gespür für besondere Konstellationen – einfühlsam und sanft verstörend.