Autor: TheNoise

Theodor Shitstorm „Sie werden dich lieben“

Finden sie ihn tatsächlich so gut oder haben sie bewusst nach einem Bandnamen gesucht, an dem sich die Geister scheiden? Oder war die Namenswahl ein Schnellschuss, in dessen Geist angeblich auch die Stücke entstanden? Die Songs sind jedenfalls besser als der Bandname vermuten lässt.

Okonkolo „Cantos“

Die Santería-Religion ist von unterschiedlichen Einflüssen geprägt. Da scheint es nur folgerichtig, dass auch ihre für die Extase gemachte Musik mit anderen musikalischen Sprachen gekreuzt wird. Okonkolo machen das hinreißend.

Ammar 808 „Maghreb United“

Ammar 808 schlägt die Brücke von den Festen in der nordafrikanischen Einöde zu den Tanztempeln der westlichen Metropolen. Seine Botschaft: Vereint euch!

Sväng „Sväng plays Tango“

Finnischer Tango mutet als traditionelle Musik doppelt exotisch an. Die Besetzung von Sväng macht das noch kurioser.

Werner Aeschbacher „Atchafalaya“

Sie klingen zwar eingängig, aber nicht gewöhnlich, sind mal von charmanter, unaufdringlicher Fröhlichkeit, können jedoch auch leicht schwermütig sein: Die Stücke von Werner Aeschbacher sind von kunstvoller Einfachheit, sein oft wie beiläufig wirkendes Spiel ist von ausdrucksstarker Schlichtheit.

Uwe Schütte (Hrsg.) „Mensch – Maschinen – Musik“

Nach den Museen die Wissenschaft: Ein Sammelband würdigt Kraftwerk in einer recht umfassenden Bestandsaufnahme. Im Vordergrund stehen die Meriten. Aber hat die Band wirklich gar nichts falsch gemacht?

Samba Touré „Wande“

Schlechte Lage, gute Musik: Den malischen Gitarristen und Sänger bekümmern die desolate Situation seines Landes und das Chaos in der Welt. Das hinterlässt deutliche Spuren in seiner Musik. Doch auch wenn er sich melancholisch zeigt – die Hoffnung hat Samba Touré nicht verlassen. Und die Musik ist ohnehin auf seiner Seite.

Susanna Nicchiarelli „Nico, 1988“

Ein hervorragend besetztes, düster-frisches Roadmovie über die deutsche Ikone der Pop-Unterwelt: In den letzten Jahren vor ihrem Tod kämpft Nico mit den Teufeln der Vergangenheit – ihrer Verbindung mit Velvet Underground, die ihre aktuelle Arbeit als Solo-Künstlerin überschattet, ihrer Drogenabhängigkeit und dem damit verbundenen Versagen als Mutter.

Jimi Tenor „Order Of Nothingness“

Sie müssen großen Spaß gehabt haben. Anders sind die neckischen Albernheiten nicht zu erklären, mit denen sich der finnische Electro- und Jazzmusiker und seine beiden Mitstreiter bei ihrer Reise zu Afrobeat und Bee Gees vergnügen.