Kategorie: Neu erschienen

Dreamcar „Dreamcar“

Dreiviertel von No Doubt und ein neuer Sänger ergeben einen ziemlich frisch und gut aufbereiteten Sound wie aus der britischen New-Wave, Abteilung Top Forty à la ABC, Culture Club oder Duran Duran. Die selbst komponierten Songs und Texte von Dreamcar halten sich überwiegend und unterhaltsam an deren Klangspektrum, das behutsam aufpoliert wurde. Beim nächsten Mal sollten Dreamcar vielleicht mehr eigene Akzente setzten.

Tim Vantol „Burning Desires“

Songs über das Leben, die Liebe, das rastlose Umherschweifen und das Nachhausekommen – wohlbekannte Sujets also. Musikalisch bleibt der Niederländer ebenfalls in bekannten Fahrwassern amerikanischer und britischer Singer/Songwriter. Tim Vantol will das Rad nicht neu erfinden, sondern eigene Wege damit erkunden. Das ist unterhaltsam und gut gemacht.

Parov Stelar „The Burning Spider“

Gewohnter Stilmix des österreichischen Produzenten Marcus Füreder. Hier ein Blues-Sample, dort Gypsy-Swing oder Karibik-Feeling. Alles unterlegt mit elektronischen Beats und Zutaten aus der Trickkiste des modernen Produzenten. Eine Art Soundtrack für die Happy Shiny People, die gut gelaunt durch wechselnde Kulissen wandeln.

Nick and June „My November My“

Verträumt-verspieltes, zweites Album des Nürnberger Quartetts. Der Schwerpunkt liegt auf gepflegter Melancholie und Tagträumerei, die im sanft bis gelegentlich ungestühmen Duett ausgelebt werden. Irgendwo zwischen kauzigem amerikanischem Indie-Folk, leicht spinnertem britischen Singer-Songwritertum und Nürnberger Neo-Psychedelia. Braucht ein wenig Zeit bis zur vollen Entfaltung.

Le Bang Bang „Pure“

Stefanie Boltz und Sven Faller loten die Möglichkeiten ihrer ungewöhnlichen Besetzung aus. Die Reduktion auf Bass und Stimme ist die Grundlage für den Reiz, den ihre Musik ausstrahlt – und damit die Basis für so manche Höhenflüge, zu denen sich das Duo aufschwingt.

Jenn Grant „Paradise“

Eine von der kanadischen Sängerin handwerklich gut gemachte Pop-Platte mit ganz leichtem Singer-Songwriter-Einschlag. Plätschert angenehm in die Gehörgänge, lässt aber doch ein wenig den eigenen Zungenschlag vermissen. Sowohl für regnerische Nachmittage als auch abends zum Tee geeignet.

Various „Mach’s besser: 25 Jahre Die Sterne“

Chance vergeben Wie keine eine andere Band vor ihnen haben Die Sterne sperrige Texte mit geschmeidiger Musik kombiniert. Sie sind beim Vermitteln ihrer Botschaften ohne Parolen ausgekommen und trotz Wandlungen über all die Jahre unverwechselbar geblieben. Zweifellos: Die Hamburger haben…

Mokoomba, 12.02.2017, Moods, Zürich (CH)

Mit den ersten Takten machen Mokoomba alles klar: Ein paar schmissige Töne auf der nylonbesaiteten Gitarre, ein melodiöses Bassfundament und eine durchdringend helle Stimme formieren sich zu einem flotten Song. Man versteht auch ohne die kesse Sohle, die Trustworth Samende,…

Baba Zula, 30.1.2017, Porgy & Bess, Wien (A)

Ihre Umgebung habe einen „nicht unwesentlichen Einfluss“ auf die Performance von Baba Zula, heißt es in Fatih Akins Film „Crossing the Bridge“ (2005), der den Bekanntheitsgrad der türkischen psychedelischen Undergroundband enorm gesteigert hat. Das Porgy & Bess ist zwar kein…