Kategorie: Neu erschienen

Garish, 18.03.2017, Spielboden, Dornbirn (A)

Die neuen Lieder von Garish wirken schon beinahe so vertraut wie die alten und der Auftritt so, als ob das Quartett nur kurz weg gewesen wäre. Garish haben keine Mühe, an die letzte Begegnung anzuknüpfen – ein Déjà-vu, im Guten und im weniger Begeisternden.

Jenn Grant „Paradise“

Eine von der kanadischen Sängerin handwerklich gut gemachte Pop-Platte mit ganz leichtem Singer-Songwriter-Einschlag. Plätschert angenehm in die Gehörgänge, lässt aber doch ein wenig den eigenen Zungenschlag vermissen. Sowohl für regnerische Nachmittage als auch abends zum Tee geeignet.

Various „Mach’s besser: 25 Jahre Die Sterne“

Chance vergeben Wie keine eine andere Band vor ihnen haben Die Sterne sperrige Texte mit geschmeidiger Musik kombiniert. Sie sind beim Vermitteln ihrer Botschaften ohne Parolen ausgekommen und trotz Wandlungen über all die Jahre unverwechselbar geblieben. Zweifellos: Die Hamburger haben…

Mokoomba, 12.02.2017, Moods, Zürich (CH)

Mit den ersten Takten machen Mokoomba alles klar: Ein paar schmissige Töne auf der nylonbesaiteten Gitarre, ein melodiöses Bassfundament und eine durchdringend helle Stimme formieren sich zu einem flotten Song. Man versteht auch ohne die kesse Sohle, die Trustworth Samende,…

Baba Zula, 30.1.2017, Porgy & Bess, Wien (A)

Ihre Umgebung habe einen „nicht unwesentlichen Einfluss“ auf die Performance von Baba Zula, heißt es in Fatih Akins Film „Crossing the Bridge“ (2005), der den Bekanntheitsgrad der türkischen psychedelischen Undergroundband enorm gesteigert hat. Das Porgy & Bess ist zwar kein…

Manu Delago, 15.12.2016, Spielboden, Dornbirn (A)

Rein handwerklich dürfte sich der Hang-Spieler Manu Delago über das Testspiel freuen. Zum ’summa cum laude‘ bleibt noch ein erkleckliches Wegstück – aber auch noch etwas Zeit.

Jack Savoretti „Sleep No More“

Weiter mit bewährter Formel auf der Erfolgsstrasse. Mädchenschwarm Savoretti gibt dem Publikum, was es will. Leider vermeidet er dabei überwiegend das Risiko, aus dem goldenen Käfig seiner Produzenten auszubrechen. Daber hat der Mann Stimme und Songideen und ein Faible für Folk-Rock. Doch aktuell dominieren Softrock und Pop – auch nicht schlecht, aber beim nächsten Mal wieder mehr Variation, bitte.

Synje Norland „Who Says I Can’t?“

Abwechselungsreiche Reise durch die musikalische Welt der Synje Norland – von betörendem Kammerpop über die deutschen Romantiker und in die Fantasy-Welt bis in Pop-Gefilde.

Nick Waterhouse „Never Twice“

Hier spielt der Fan: vergnügliche, allerdings wenig originelle Hommage an den R’n’B, den Doo-Woop der Fünfziger, den Clubjazz und Soul der Sechziger. Toll und mit viel Spass an der Sache mit Hand und Herz hergestellte Musik, der allerdings ein wenig die kreative Neuinterpretation fehlt.