Schlagwort: Liedermacher

Bünger „Nie zu spät für eine glückliche Kindheit“

Gut abgehagener Bluesrock-Sound trifft auf lakonischen Humor aus dem hohen Norden, aufgelockert mit dem Cover eines Neue Deutsche Welle-Klassikers und einer Prise deutschen Chansons. Bünger vermag durchaus zu unterhalten, auch wenn man sein Album „Nie zu spät für eine glückliche Kindheit“ nicht täglich hören möchte.

Jenn Grant „Paradise“

Eine von der kanadischen Sängerin handwerklich gut gemachte Pop-Platte mit ganz leichtem Singer-Songwriter-Einschlag. Plätschert angenehm in die Gehörgänge, lässt aber doch ein wenig den eigenen Zungenschlag vermissen. Sowohl für regnerische Nachmittage als auch abends zum Tee geeignet.

Synje Norland „Who Says I Can’t?“

Abwechselungsreiche Reise durch die musikalische Welt der Synje Norland – von betörendem Kammerpop über die deutschen Romantiker und in die Fantasy-Welt bis in Pop-Gefilde.

Jochen Distelmeyer „Songs from the Bottom Vol. 1“

Coveralbum des ehemaligen Blumfeld-Vordenkers. Wirkt, als ob er seine Plattensammlung durchgehört hätte und einige Lieblingssongs für sich und seine Hörer spielen wollte. Teils erstaunlich, wenn aus einem Dancefloor-Titel fast ein Ambient-Song wird; teils verzichtbar.

Erfolg „“Erfolg““

Ironische Moritaten und Miniaturen über Berliner Szene-Existenzen und Menschen, die im Fernsehen wohnen sowie Lieder über dies und das unter Zuhilfenahme eines Damenchores.

Various „Ayku: Songs of Gastarbeiter Vol. 1“

Compilation des „Trikont“-Labels mit Songs türkischstämmiger Musiker von den frühen Siebzigern bis zu den Neunzigern. Von Agit-Pop über Anadolu-Pop zu World und Disco-Folk. Mal kämpferisch, mal „exotisch“, mal tanzbar.

Thea Hjelmeland „Oh, the Third..“

Leicht angeschrägtes Debüt einer jungen norwegischen Sängerin und Multi-Instrumentalistin. Von Kate Bush-Einflüssen über Chanson hin zu Björk-artigen Klängen.

Tinu Heiniger „Bis a ds Ändi vo der Wält“

Tinu Heiniger ist der wohl leiseste unter den Schweizer Musikern. Der Liedermacher erzählt hintersinnige, subtil humorvolle Geschichten und betrachtet voll poetischer Zuneigung die Nebensächlichkeiten der Welt – und zeigt so im Kleinen das Große.