Dreamcar „Dreamcar“

Dreiviertel von No Doubt und ein neuer Sänger ergeben einen ziemlich frisch und gut aufbereiteten Sound wie aus der britischen New-Wave, Abteilung Top Forty à la ABC, Culture Club oder Duran Duran. Die selbst komponierten Songs und Texte von Dreamcar halten sich überwiegend und unterhaltsam an deren Klangspektrum, das behutsam aufpoliert wurde. Beim nächsten Mal sollten Dreamcar vielleicht mehr eigene Akzente setzten.

Tim Vantol „Burning Desires“

Songs über das Leben, die Liebe, das rastlose Umherschweifen und das Nachhausekommen – wohlbekannte Sujets also. Musikalisch bleibt der Niederländer ebenfalls in bekannten Fahrwassern amerikanischer und britischer Singer/Songwriter. Tim Vantol will das Rad nicht neu erfinden, sondern eigene Wege damit erkunden. Das ist unterhaltsam und gut gemacht.

Parov Stelar „The Burning Spider“

Gewohnter Stilmix des österreichischen Produzenten Marcus Füreder. Hier ein Blues-Sample, dort Gypsy-Swing oder Karibik-Feeling. Alles unterlegt mit elektronischen Beats und Zutaten aus der Trickkiste des modernen Produzenten. Eine Art Soundtrack für die Happy Shiny People, die gut gelaunt durch wechselnde Kulissen wandeln.

Nick and June „My November My“

Verträumt-verspieltes, zweites Album des Nürnberger Quartetts. Der Schwerpunkt liegt auf gepflegter Melancholie und Tagträumerei, die im sanft bis gelegentlich ungestühmen Duett ausgelebt werden. Irgendwo zwischen kauzigem amerikanischem Indie-Folk, leicht spinnertem britischen Singer-Songwritertum und Nürnberger Neo-Psychedelia. Braucht ein wenig Zeit bis zur vollen Entfaltung.