Swans “The Glowing Man”

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Seit über dreissig Jahren sind die Swans im Dienste des organisierten Lärms tätig und auch die neue Doppel-CD macht da überwiegend keinen Unterschied. Hinter der Lärmkulisse finden sich aber durchaus Songideen, ausgetüftelte Arrangements und interessante Kompositionen. Michael Gira macht es weder sich, noch seinen Mitstreitern und auch den Hörern nicht leicht: Es bedeutet Arbeit, “The Glowing Man” zu hören. Belohnt wird man dafür mit teilweise hypnotischen Momenten und faszinierenden Klängen.

Dinosaur Jr. “Give a Glimpse of What Yer Not”

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Dinosaur Jr. spielen – mit langen Unterbrechungen – seit Jahrzehnten die gleiche Musik: amerikanischer Indie-Rock aus der Prä-Grunge-Ära. Trends oder neue Klänge bleiben hier aussen vor. Das mag dem einen gefallen, den anderen erschrecken, weil es natürlich auch statisch und entwicklungslos ist. Lässt man sich jedoch auf die Prämisse “keine Experimente” ein, bekommt der Hörer solide Kost.

Aaron Neville “Apache”

Aaron Neville

Solides Alterswerk des 75-jährigen Ausnahme-Sängers Aaron Neville. Er reizt in Zusammenarbeit mit versierten Profis sein ganzes musikalisches Spektrum zwischen samtigen Soul-Balladen, Funk, R’n’B aus und verleiht auch schwächeren Titeln durch seine tolle Stimme und eigene Texte, die er engagiert vorträgt, Glanz. 56 Jahre im Dienste des amerikanischen Show-Biz und “still going strong”. Wer kann das sonst von sich behaupten. Guter Mann, gutes Album

Mick Harvey Delirium Tremens

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Mick Harvey, der australische Gitarrist und Sänger, mag die Musik Serge Gainsbourghs. Das zeigt er nunmehr zum dritten Mal seit 1985. Die Songs hat er eigenhändig und mit viel Akribie ins Englische übersetzt. Musikalisch changiert er zwischen beinahe ehrfürchtiger Werktreue und Ausflügen in die eigene Vergangenheit als Krachmacher bei den “Bad Seeds”. Insgesamt hält er sich jedoch dicht an die Originale.