Schlagwort: Pop

Jack Savoretti „Written in Scars“

Klang Savoretti am Anfang seiner Karriere noch ein wenig wie eine Art Quersumme des romantischen Troubadours, so wirken Stimme und Kompositionen nunmehr erwachsener, eigenständiger, erdverbundener.

Irie Révoltés „Irie Révoltés“

Man möchte so gerne revolutionär, unangepaßt und aufrüttelnd sein. Nicht bloß Musiker, sondern Teil einer Jugendbewegung. Dafür sind die Texte aber zu bieder und bemüht, und die Musik bewegt sich zu sehr in ausgetretenen Pfaden. Einige Momente sind ganz nett, aber dieses Attribut ist bekanntlich kein Kompliment für eine Band, die zur Revolte anstiften will.

Jonathan Jeremiah „Oh Desire“

Bisweilen sehr nach den sechziger und frühen Siebzigern klingendes Album, das aber dennoch zu fesseln vermag. Gute Stimme, gute Band, guter Sound, aber nicht jeder Song bleibt im Gedächtnis haften.

Erfolg „“Erfolg““

Ironische Moritaten und Miniaturen über Berliner Szene-Existenzen und Menschen, die im Fernsehen wohnen sowie Lieder über dies und das unter Zuhilfenahme eines Damenchores.

Lymland „Rymdar“

Zwischen Bullerbü und Babylon. Instrumentale Klänge von schwedischen Hipstern, die ohne Dünkel, dafür aber mit eingängigen Melodien auf eine sanfte Reise durchs bunte Universum der Band führen.

Archive „Restriction“

Teilweise überzeugende, teils langweilige Fusion aus New Wave, Trip-Hop, Electronic, Pop und Noise mit Anklängen an aktuelle Trends.

Bryan Ferry „Avonmore“

Nach seinen augenzwinkernden Ausflügen mit Roxy-Music-Klassikern in die Roaring Twenties git es diesmal wieder solide Kost vom Altmeister. Er bietet nichts Neues, nichts Überraschendes und nichts Innovatives – also genau das Richtige für Rock-Fans jenseits der Fünfziger.

Veras Kabinett „Ungetüm“

Veras Kabinett "Ungetüm"

Schwache Texte zu einer schönen musikalischen Bandbreite: Veras Kabinett ist nicht besonders originell eingerichtet – aber trotzdem mehr als eine Kruschtelkammer.

Lily and Madeleine „Fumes“

Netter Folk-Pop ohne allzu viel Tiefgang. Toller Harmoniegesang. Paßt gut zur Tasse Tee an Herbstnachmittagen. Kein „Teenagewasteland“, sondern gepflegte Melancholie mit ein bißchen Eifer, ohne Zorn.

Zoot Woman „Star Climbing“

Endlich Ruhe: „Star Climbing“ ist so aufregend wie ein Spätsommernachmittag auf dem leeren Parkplatz eines Einkaufcenters in der Vorstadt.